Posts mit dem Label Rajasthan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Rajasthan werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 9. Januar 2014

Jaipur- Stadt der Drachen


Hallo ihr Lieben,

na hat jemand erraten wo unsere letzte Station war? Die pinken Blumen waren ein kleiner Tipp für Jaipur. Jaipur ist nämlich bekannt als „The Pink City“ in Indien, weil man in der Innenstadt mehrere Gebäude in Rosa gestrichen hat. Zwar wird das in der Sonne dann relativ schnell ein Rostrot, aber meinetwegen kann ich‘s auch Rosa nennen ;-)
Palast der Winde
Mein Vater hat übrigens mein extrem schweres Rätselbild vom letzten Post (Finde Teresa) gelöst und mir die Lösung geschickt :-D Schön wenn man seine Eltern auch mal entertainen kann…

Mein Vater hat mich sofort entdeckt
Ganz Backpacker sind wir von Jaisalmer nach Jodphur, wo wir noch 5 Stunden pennen konnten, und dann mit dem Zug weiter nach Jaipur gefahren und sind direkt vom Bahnhof auf Hotelsuche gegangen. Leider war das Hotel „Pearl Palace“ (,wird in glaub ich jedem Rucksacktouristenführer der Welt für Jaipur empfohlen,) schon ausgebucht. Nachdem wir uns durch das Getümmel von Indern geschlagen haben die vor den Hotels rumlungern und einem –natürlich schreiend, wie auch sonst- weismachen wollen, dass man ja unbedingt in dieses oder jenes Hotel einchecken sollte, haben wir uns für das Hotel direkt gegenüber entschieden; weil es keinen Schreihals hatte. Ich würde sagen diese Marketingstrategie wirkt irgendwie nicht bei Deutschen.

Das Fort

Allerdings haben wir es dann trotz allem ganz gut getroffen. Die Rezeption konnte zwar kaum ein verständliches Wort Englisch, allerdings haben wir direkt im obersten Stock ein großes Zimmer bekommen und damit quasi auf der Dachterrasse gewohnt. Auf der war allerhand bunte Deko, Muschelkronleuchter und Lichterketten und viele Pflanzen, wir haben uns auf jeden Fall gleich ganz wohl gefühlt. Das Essen war auch ziemlich günstig und lecker und wie immer konnte man ein Fläschchen Kingfischer (lokales Bier) unter der Hand kaufen, weil die hier wahrscheinlich alle keine Lizenz dafür haben. Am ersten Tag war erst mal chillen auf dem Programm, lesen, auf dem Dachterrassenrestaurant faulenzen und schlafen. Reisen macht manchmal sooo müde….

Hübscher Friedhof




Am nächten haben wir uns die totale Touri-Sightseeing-tour gegeben. Der berühmte rosa Palast der Winde, in dem die Frauen früher durch die vielen kleinen Löcher das Geschehen auf dem Platz beobachten konnten, das große Fort auf einem Berg, irgendeinen Friedhof für irgendwelche Maharadschas oder sonst was für Herrscher aus geraumer Vorzeit (an denen mangelt es hier nicht) und den Wasserpalast. Was wirklich schön ist an Jaipur ist die hügelige Landschaft besonders ums Fort herum. Langsam merkt man hier wie man die Wüste von Rajasthan hinter sich lässt… Wir haben einen Rikshafahrer angeheuert für ca. 6 Euro den ganzen Tag zur Verfügung zu stehen und uns überall hin zu kutschieren und dort auch mal 1-2 Stunden auf uns zu warten wenn wir irgendwo reingehen wollen. Unser Fahrer kam aus Nepal und hat natürlich trotzdem die üblichen indischen Fragen gestellt. Ob wir verheiratet sind, was wir machen, wie lange wir in Indien sind, wie viele Geschwister wir haben… Und natürlich musste er uns unbedingt einen Laden zeigen in dem man Stoffe bedruckt und verkauft, am Ende der Welt von Jaipur, natürlich weil er ordentlich Provision bekommt und die Preise damit für uns teurer sind. Die Typen dort haben uns erst mal gezeigt wie sie mit Stempeln Muster auf Stoff drucken und wirkten dabei ein bisschen so als hätten sie die genialste Erfindung der Menschheit bewerkstelligt. Ich hab mal lieber nicht erwähnt, dass man bei uns in Deutschland sowas schon im Kindergarten mit Kartoffeln macht. Stempel schnitzen, Farbe drauf klatschen – und tadaa – „It’s all original!“…. Waren meine Meisterwerke mit Kartoffelstempeln auch mit 4.

Nachdem der überaus penetrante Shopbesitzer uns beinah zwingen wollte irgendwas von den Tüchern und Bettlaken zu kaufen (Patrick hatte die Panik in den Augen, weil er die Sachen so unglaublich hässlich fand. Besonders die rosa Decke mit einem gestickten Pferd drauf hatte es ihm angetan), haben wir uns schnell mit unserem etwas enttäuschten Fahrer getrollt. Der wollte uns zwar noch einen totaaaal tollen Shop zeigen wo man echten Silberschmuck verkauft (ich wette -.-) aber wir wollten dann doch langsam lieber ins Hotel zurück.

Tor zur Innenstadt
Insgesamt machen einen diese vielen wunderschönen Paläste, Tempel und Monumente schon sehr nachdenklich. Das war hier wirklich einmal eine richtige Hochkultur, die so wunderschöne Sachen hergestellt hat. Es mag zwar schrecklich klingen, dass so unverblümt zu sagen, aber der Gedanke kommt einem immer und immer wieder wenn man durch dieses Land reist: Alles was die Inder an schönen/funktionierenden Dingen haben, ist entweder viele, viele Generationen alt oder wurde von den Briten gemacht. Und diese Generation scheitert schon an der Instandhaltung der Dinge….

Observatorium
Ich hab rein gar nix da verstanden. Physikalisches Kauderwelsch....
Im Hotel schließen wir dann wieder unseren letzten Abend auf unserer Terrasse ab und mir fällt auf, dass es eine schöne Sache in Jaipur gibt, die diese Stadt viel mehr charakterisiert als „Die Pinke Stadt“. Überall wo man hinsieht lassen die Kinder Drachen steigen, besonders gerne natürlich auf den Dächern der Häuser. Keine coolen Lenkdrachen, sondern einfache viereckige, die wirklich in Massen in jeder Himmelsrichtung herumtanzen. Und irgendwie finde ich, dass das auch ein schöner Titel für diese Stadt ist „Jaipur- Stadt der Drachen“ :-)

Der Wasserpalast
Blick von unserem Hotel zur coolen Backpackerabsteige
Wo geht’s wohl als nächstes hin? Zwar sitzen wir gerade in Delhi im Starbucks, allerdings ist das hier nur ein kleiner Zwischenstopp, denn um 17 Uhr geht es schon wieder weiter… Und es wird eine laaange Fahrt. Jetzt aber genug Tipps. 
Bilderrätsel

Ganz liebe Grüße (im Moment noch aus Delhi) von

Teresa (jaaa, nicht Patrick, denn diesmal is er komischerweise eingeloggt....)

Montag, 6. Januar 2014

Jaisalmer - Abenteuer auf zwei Höckern

Hallo ihr Lieben!

Vielleicht haben es manche von euch schon erraten können an unserem letzten Rätselbild: Unsere nächste Station war Jaisalmer, eine richtige Wüstenstadt in der wir eine 3-tägige Kamelsafari geplant hatten. Die Zugfahrt nach Jaisalmer war schon sehr unterhaltsam, nicht nur wegen der vielen anderen Touris, die mit uns im Zug gefahren sind, sondern auch wegen eines kleinen Zwischenfalls mit Patricks Schuhen. Der wollte nämlich irgendwann mal auf Toilette, ist von seinem Hochbett geklettert und stand dann unten etwas ratlos rum weil seine Schuhe weg waren. Auch nachdem ich runter geklettert bin um ihm suchen zu helfen blieben Patricks Schuhe lost.

Dafür fanden wir dann im Sitz schräg gegenüber ein ziemlich abgeranztes Paar weiße Sneakers. Tja ihr könnt es euch schon denken, da war ein Inder so kackendreist und hat sich nicht nur Patricks Schuhe unter den Nagel gerissen, sondern war auch noch so scharf auf die Dinger, dass er sie direkt anziehen musste. Ganz blöder Fehler. Als wir das geschnallt hatten waren wir natürlich extrem sauer und haben sofort den Security-typen gerufen. Während ein netter Inder aus unserem Abteil ihm die Situation erklärte und die beiden Inder ziemlich ratlos rumdiskutierten, haben Patrick und ich die beiden einfach mitgeschleift und uns auf die Suche nach dem Dieb gemacht. Ich konnte mich sogar noch an das Gesicht des Typens der da eben noch saß erinnern, weil der so penetrant rübergeglotzt hat. Ich hab erst mal wie eine Furie alle Vorhänge der einzelnen Abteile aufgerissen und den Leuten auf die Schuhe geguckt. War mir echt egal ob die mich für verrückt halten... Bis wir dann einen zusammengekauerten Inder hinter dem Vorhang gefunden haben mit schicken weißen Turnschuhen mit blauen Schnürsenkeln. „Nice shoes you’ve got there!“ meinte Patrick nur und ich war echt  beeindruckt wie kontrolliert er war, weil ich den Inder am liebsten ins Gesicht boxen wollte. Habe mich dann aber aufs Anschreien beschränkt. Jetzt haben wir die Schuhe auf jeden Fall wieder und der Inder hatte noch Spaß mit der Security, die die Polizei rufen wollte….
Soviel schon mal zu unserer Ankunftsstory :-D

Jaisalmer ist eine wirklich niedliche Stadt, (wir sitzen gerade auf dem Dachterrassenrestaurant unseres Hotels während ich schreibe,) die ganz in gelbem Stein (Sandstein?) gehalten ist. In Indien nennt man sie auch die goldene Stadt. Es gibt unzählige Kühe die hier in den kleinen verwinkelten Gassen rumlaufen und überall gibt es Stände mit Taschen, Rucksäcken etc aus Kamelleder und gewebte Schals. Da es die erste Nacht hier recht frisch war, haben wir den neusten Style aus Jaisalmer gleich mitbekommen: Statt einer Jacke wickeln die sich hier einfach in Tücher, Schals und/oder Decken ein. Haben wir natürlich gleich nachgemacht. Am ersten Tag war Entspannung angesagt und etwas shoppen, damit wir für die kalten Nächte in der Wüste halbwegs gut ausgestattet sein würden.

Patrick überlegt noch...
Teresa freut sich schon aufs Essen 
Blick von unserer Dachterrasse auf das Fort von Jaisalmer
Und dann ging es nach einer schönen ruhigen Nacht auch morgens gleich los: Mit dem Jeep zum Rand der Tharwüste, wo schon unser Guide mit seinem Sohn und drei Kamelen auf uns gewartet hat. Und dann ging es auf in die Wüste. Es ist auf jeden Fall eine unglaubliche Erfahrung tief in die Wüste rein zu wandern und hoch oben auf seinem Kamel zu sitzen und bis zum Horizont egal wohin man guckt keine Menschen zu sehen. Das totale Kontrastprogramm zu Mumbai. Patrick hatte kurzzeitig mit einem Tinitus zu kämpfen, weil es ganz plötzlich alles so leise war…

Gute Laune bei der Kamelsafari
Eingemummelt. Morgens ist es echt kalt...
Mein hübsches Kamel
Patrick (noch) lässig im Sattel
Die Tharwüste besteht nicht wie die Sahara oder andere „typische Wüsten“ nur aus Sand. Es gibt Sanddünen mit Büschen, es gibt oft auch kilometerweit nur trockene Steppe, manchmal mit ein paar großen Dornenbüschen oder Bäumen, manchmal gibt es weit und breit kaum Pflanzen zu sehen. Dafür gibt es Geier, kleine Antilopen, Eidechsen, Ziegen, Schafe, andere Kamele, Kühe und eine Schaar von verschiedenen Vögeln. Am häufigsten sehen wir die Wüstenvögel, die hier Lellies genannt werden und die ganze Zeit „Uiiie“ rufen, die sind super lustig.

Suchbild für meine Eltern: Finde Teresa

Unsere Guides als Küchenchefs
Während Patrick mit seinem Hut und seinem Schal-umhang aussieht wie ein waschechter Cowboy, sehe ich eher aus als hätte ich den örtlichen Altkleidercontainer überfallen. Damit passe ich jedoch outfittechnisch hervorragend zu unseren Kamelen, mit ihren fünf zerschlissenen Decken in verschiedenen Mustern und Farben. In der Wüste wechselt die Temperatur allerdings so krass, dass hier ganz klar das Motto gilt: So viel Stoff an wie möglich in der Nacht, so wenig wie nötig am Tag. Unser Guide, der seeehr gebrochenes Englisch spricht, macht uns dauernd Chai und Essen und wir kochen über einem kleinen Feuer in Blechtöpfen unseren tägliches Mal: Ein feuriger Schleim als Kartoffel, Zwiebel, Salat, Tomaten und weiß Gott was alles mit ordentlich indischen Gewürzen und dazu frisch gebackenes Chapati (Brot). Manchmal gibt es noch Reis dazu. Aber nach einem Tag fängt man an ganz heiß auf das Zeug zu werden weil Kamelreiten anstrengt. Wirklich! Nach fünf Stunden reiten schlage ich mich mit dem Gedanken an ein neues Hüftgelenk herum. Oder einfach gleich beide Beine amputieren? Und was macht man mit dem Rücken? Fairerweise muss man sagen, dass Kamele halt auch keine Pferde sind. Das hat schon Gründe weshalb man die Viecher Trampeltier nennt, die wechseln 10 mal ihren Rhythmus beim Gehen und holpern, stolpern und latschen quer über alles drüber. Ein Sattel, der aus mehr als nur Decken bestehen würde, wäre da vielleicht auch nicht schlecht… Unabhängig davon scheinen die Viecher eigentlich 24 Stunden am Tag mit Verdauung beschäftigt zu sein. Wirklich, die können nur kacken. Allerdings halbwegs verständlich, wenn man sieht was die in der Wüste so fressen. Kiloweise trockene Sträucher, von denen wahrscheinlich 5% Nährstoffe sind und die anderen 95% Abfallprodukt werden…  Aber naja. Wir wollten Abenteuer, jetzt kriegen wir Abenteuer.

Chai zum Sonnenuntergang

Lagerfeuer mit den Belgiern
Patrick als echter Cowboy
Abends erreichen wir die Sanddünen und sehen mit Chai und einem Bier den Sonnenuntergang während unsere Führer sich mit einem anderen Grüppchen von Guides zusammentun, die mit zwei Belgiern aus unserem Hotel hierhingekommen sind und wieder Feuer und unser provisorisches Essen gemacht wird. Am Lagerfeuer wird dann auf dem leeren Wassercontainer getrommelt und die Inder singen: Nicht immer schön, aber dafür mit doppeltem Enthusiasmus. Leider konnten wir kein Foto von dem Sternenhimmel machen, aber ich glaube es gibt kein Foto, das dem gerecht werden könnte. Man konnte die Milchstraße sehen, die sich vom östlichen Horizont über uns hinweg bis zum nordwestlichen Horizont gezogen hat. Es gibt zwischen all den Sternen, die man sonst sieht Millionen winzig kleiner Sterne, die man sonst nie sehen kann. Der ganze Himmel sieht völlig anders aus. Wir liegen also irgendwann in der super kalten Wüste, dick eingekuschelt in unseren wärmsten Sachen, im Schlafsack und mit Decken über und unter uns und versuchen das Bild irgendwie in uns einzuschließen.


Wir hatten Spaß mit den Dünen


Ich muss wahrscheinlich nicht erwähnen, wie sich unsere Körper, mit besonderem Schwerpunkt Beine, Rücken und Hintern, am nächsten Tag angefühlt haben. Patrick hat es schön formuliert „Ich existiere einfach nur auf diesem Kamel“. Einfach versuchen nicht an die Schmerzen zu denken. Erstaunlicherweise geht es tatsächlich am dritten Tag etwas besser. In der zweiten Nacht sind wir wieder auf Dünen, diesmal aber allein mit unseren Guides, wieder ein Lagerfeuer, wieder ein unglaublicher Sternenhimmel. Ich könnte wahrscheinlich ewig weiterschreiben, aber ich denke ihr könnt euch in etwa vorstellen wie das war. Eine unglaubliche Erfahrung, auch wenn mein Körper sich dann extrem gefreut hat auf eine heiße Dusche, literweise Bodylotion und ein unsandiges Bett. Jetzt hocken wir noch ein bisschen im Hotel, lassen unsere kamelverseuchten Klamotten einmal waschen und fahren nach nachher weiter…

Tschüss Kamele
Wo es hingeht? Ratet oder wartet bis zum nächsten Post :-)
Bilderrätsel


Liebe Grüße,
Teresa

Donnerstag, 2. Januar 2014

Jodhpur – Angekommen im „echten“ Indien?

Vor ein paar Tagen war es dann endlich so weit: Wir sind in den ersten Zug auf unserer Reise gestiegen. Wir waren natürlich ganz aufgeregt, vor allem weil wir noch keine Sitzplätze zugewiesen bekommen hatten und daher uns erstmal im Bahnhof durchfragen mussten. Es hat aber alles sehr gut geklappt und wir haben den richtigen Zug und den richtigen Waggon finden können.

Das Innenleben des Zugs ist sehr akzeptabel für den geringen Preis den wir für die Fahrten bezahlen (Für die erste Fahrt, die auch unserer längste ist: Ca 15€ für 960km). Es sind immer 4 Personen in einem Abteil, wir haben uns immer die oberen Betten gebucht (soweit möglich), sodass wir uns immer nach oben verziehen können wenn uns die Mitreisenden nerven. In unseren Abteilen gibt es eine Klimaanlage. Für Inder bedeutet das so viel wie „Mach es so kalt wie möglich und hüll dich dann in 3 Decken ein“ – Aber doch deutlich besser als ganz ohne. Für mich war es wohl ein bisschen zu viel des Guten und bin dann nach 17h Fahrt mit extrem schmerzendem Hals, Kopfschmerzen und Husten aus dem Zug ausgestiegen. Das ist bei mir allerdings in den letzten Jahren zu Neujahr zur Tradition geworden, also nichts ungewöhnliches :)

Am Bahnhof wurden wir direkt von jemandem aus unserem Hotel abgeholt. Wir sind morgens um 6 angekommen, daher waren die Zimmer noch nicht fertig. Allerdings durften wir so ab 8 schon in ein anderes Zimmer wo wir duschen und uns ausruhen konnten. Um 11 sind wir dann in unser eigenes Zimmer umgezogen. Zu dem Zimmer gibt es auch nicht allzu viel zu sagen. Es war klein, aber sehr sauber – Alles was man braucht.

Nachdem wir uns ein ordentliches Frühstück und ein paar Stunden Schlaf gegönnt haben, sind wir dann zum lokalen Fort aufgebrochen. Der Rikschafahrer hat sogar zwischendurch angehalten und uns einige Sehenswürdigkeiten gezeigt (ohne extra Geld zu verlangen)

Der Sitz des Maharadschas

Blick auf die "Blaue Stadt" - Jodhpur
Hier kann ich auch einmal zurück auf die Überschrift kommen: Ganz im Gegensatz zu Mumbai sind hier plötzlich alle extrem freundlich zu einem. Leute sagen einem nett Hallo und gehen weiter, ohne nach Geld zu betteln oder einen verarschen zu wollen. Im Allgemeinen scheint der Umgang hier miteinander deutlich besser zu sein. Zusätzlich sind auch die Straßen deutlich leerer und sauberer – Für uns einfach ein Traum! Wir hoffen, dass das jetzt das „echte“ Indien ist, von dem alle Blogs und Reiseführer erzählen und wir einfach nur 3 Monate am schlechtesten Ort Indiens verbracht haben.

Zum Fort selbst kann ich auch nicht so viel erzählen – schaut euch lieber die Bilder an. Es ist halt ein altes Fort und sieht aus wie alle alten Forts, hat aber ziemlich schöne Holzschnitzereien als Fenster. Der Besuch hat sich auf jeden Fall gelohnt

Ekelhaft, diese Touris!



"Der Fachkundige wird Ihnen zeigen, wie Opium geraucht und Opiumtee zubereitet wird"


Diese Holzschnitzereien sind an jeder Fassade zu sehen
Am Abend hat es mich dann nochmal richtig umgehauen und wir haben uns ein bisschen Medizin in der Pharmacy geholt. Tabletten und Bonbons gegen meinen Hals haben ganze 80 Cent gekostet. Das Ganze hat mich leider nicht sofort wieder auf die Beine geholt, sodass wir unser Silvester in unserem Zimmer verbracht haben. Nicht mal den Sekt, den ich in Mumbai gekauft habe, konnte ich genießen. Aber wir haben Dinner for One geschaut, den Korken knallen lassen und kurz daran genippt – Die Geste zählt!

Heute ging es mir dann schon wieder besser und wir haben uns mit einem Norweger, den wir beim Frühstück getroffen haben, auf dem Weg zum „Clocktower“ gemacht, um den sich der Marktplatz ausbreitet. Es gab einige schöne Läden, in denen wir grundsätzlich 50% vom Preis abziehen konnten, weil es hier wohl üblich ist sich von einer Rikscha herumfahren zu lassen, die dann eben diese 50% als Provision nehmen. Da wir zu Fuß unterwegs waren, mussten wir das nicht zahlen – Ich denke, das werden wir auch weiterhin so handhaben.

Auf dem Rückweg haben wir sogar unseren ersten Elefanten in Indien gesehen! Die Reiter haben einen Halt an einem Zuckerrohr-Saft-Auspressstand (Davon gibt’s hier überall welche) gemacht und zwei Gläser Saft gekauft, während der Elefant genüsslich die schon ausgepressten Zuckerrohrstangen gemampft hat (Ja, nicht so verwöhnt wie Benjamin, der muss sich seine Zuckerstückchen noch selbst aus den Stangen kauen!). Es war wirklich beeindruckend ein so großes Tier so nah an einem vorbeigehen zu sehen. Er hätte mich locker umhauen können, wenn er gewollt hätte.

Noch ein Blick auf das Fort vom Marktplatz aus



Jetzt grade befinden wir uns auf dem Weg zu unserer nächsten Station. Dort werden wir vermutlich etwas länger von der Aussenwelt abgeschnitten sein – Den nächsten Post gibt es also wohl erst am Montag.

Wo es hin geht? Ratet oder wartet bis zum nächsten Post :)

Bilderrätsel!
Liebe Grüße,
Patrick (Ja, nicht Teresa, wir sind nur auf ihrem doofen Netbook ständig mit ihrem Account angemeldet -.- )